Aktuelles zum Stadtgrün in der Hansestadt

Hier erfahren Sie mehr über aktuelle Projekte, Hintergründe und Details zum Stadtgrün in unserer Stadt

26.03.2021 Grüner wird's nicht. Doch!

#stralsundwächst

In den kommenden zwei Jahren wird die Hansestadt Stralsund auf verschiedenen Flächen im Stadtgebiet auf insgesamt 25 Hektar (das sind ca. 25 Fußballfelder) rund 100.000 Bäume pflanzen. Das geschieht nicht zufällig, sondern folgt einem Plan: Stralsund besteht zu rund 10% aus Wald. Diese Flächen sind allerdings stark zersplittert und sollen darum zu einem grünen Netz an Naherholungsflächen verbunden werden.
Dass die Stadt (39 km² Festlandsfläche) nicht immer so viel Wald hatte, zeigt ein Vergleich: 1991 waren es 141 Hektar, heute sind es 378 Hektar - das entspricht einem Zuwachs von 168%! "Das sind etwa eine Viertelmillion Bäume mehr als vor 30 Jahren", freut sich Oberbürgermeister Alexander Badrow, "Und wir forsten weiter auf! Doch nicht nur das: Um die Stadtnatur für die Menschen auch erlebbar zu machen, investieren wir zusätzlich in den Ausbau von Wegen und in die Flächensicherung. Anfang April geht es mit den Bäumen los. Schön wäre es, wenn bei den folgenden Pflanzaktionen möglichst viele Stralsunderinnen und Stralsunder mitmachen. Im Moment geht das ja wegen Corona leider nicht."

Während einer Pressekonferenz im Rathaus erläutern Oberbürgermeister Alexander Badrow (2.v.r.) sowie der Leiter des Amtes für Planunbg und Bau, Frank-Bertolt

Grundgerüst mit Waldflächen
Die Stadtverwaltung sieht einen großen Bedarf an Flächen für Naherholung in der Stadt, die zu Fuß in ca. 10 Minuten erreichbar sein sollten. "Wir müssen Stadt und Landschaft dabei zusammendenken", sagt Frank-Bertolt Raith, Amtsleiter für Planung und Bau, mit Blick auf bevorstehende Aufgaben. Die da lauten: Frischluftschneisen schaffen, Raum zur Bewegung anbieten und ökologische Durchgängigkeit, also die Verbindung der Grünflächen, herstellen.
Die große Aufgabe für die nächsten Jahre umreißt Raith so: "Wir wollen ein Grundgerüst mit Waldflächen schaffen." Dazu sollen Flächen gesichert und diese vernetzt, erschlossen und zugänglich gemacht werden. Praktisches Beispiel: Aktuell entsteht im Stadtwald ein Wegenetz neu, das es vor über hundert Jahren schon gegeben hat. So sollen zukünftig nicht nur Wege von Ost nach West genutzt werden können, sondern auch acht zusätzliche von Nord nach Süd.

Waldflächen werden zusammengeführt
Schlussendlich muss die Qualität stimmen: Die Kleinteiligkeit der einzelnen Grünbereiche soll gewahrt bleiben, so dass von jedem Wohnort der Stadt die nächste Grünanlage nach spätestens 700 Metern erreicht werden kann. Das heißt praktisch: Drei bis vier einzelne Waldflächen werden zusammengeführt, indem die Lücken dazwischen mit Bäumen bepflanzt werden. Im Blick sind hier zum Beispiel die "Försterhofer Heide" am südwestlichen Rand der Stadt, "eine bisher unbekannte Perle", wie Amtsleiter Raith anmerkt. Ins Auge gefasst werden zudem eine Verbindung von Andershof nach Voigdehagen, die Tribseer Wiesen und auch eine Anbindung zum Borgwallsee. Schlussendlich sind in diesem und im nächsten Jahr Pflanzaktivitäten in den Stadtteilen Knieper, Grünhufe, Tribseer und Andershof geplant.

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Grün nach Plan
Diese kleinteilige Struktur an Wäldern und Wäldchen zeichnet sich dabei durch überwiegend sehr jungen Wald aus. Was man nicht gleich vermuten würde: Die Bäume im Stadtwald sind zum allergrößten Teil keine 30 Jahre alt - für einen Baum also sehr jung. Dazu kommen noch eine ganze Menge "wilde Ecken" - also einfach Wildwuchs.
"Es ist unverkennbar: Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt wollen mehr Bäume, mehr Wald im Stadtgebiet. Dem kommen wir nach. Aber nicht zufällig, sondern nach Plan", sagt Thomas Struwe, im Amt für stadtwirtschaftliche Dienste verantwortlich für alle der Stadt gehörenden Bäume und Wälder innerhalb und außerhalb der Stadt, die sich auf insgesamt 1.149 Hektar erstrecken. "Wichtig ist dabei, das Ganze zu betrachten und nicht einzelne herausgelöste Bestandteile", ergänzt er.
Grün nach Plan ist also die Devise. Die nächste Pflanzaktion steht für April im Stadtwald an.

Präsentation zur Erläuterung der Grün-Strategie der Stadt (PDF, 5,7 MB)

Weitere Meldungen

09.02.2021 Zwei Linden an der Marienkirche müssen gefällt werden

Wegen eines Befalls mit dem Brandkrustenpilz müssen am 15. Februar 2021 zwei Linden im Umfeld der Marienkirche gefällt werden, deren Standsicherheit nicht mehr gegeben ist.

Eine von ihnen ist die bereits seit Jahren stark geneigte Linde zwischen Marienkirche und Apollonienkapelle. An ihr mussten in den letzten Jahren schon mehrfach Einkürzungen vorgenommen und die Krone verseilt werden; das Abbrechen stärkerer Äste konnte so bislang verhindert werden. Zusätzlich zu den seit Jahren am Stammfuss bereits regelmäßig erscheinenden Fruchtkörpern des Sparrigen Schüpplings, einem Schwächeparasit, wurden bei der letzten Baumkontrolle jedoch neu Fruchtkörper des Brandkrustenpilzes entdeckt.  Die Standsicherheit und wurzelseitige Verankerung der Linde kann wegen dieses Befalls jetzt nicht mehr garantiert werden.

Ebenfalls befallen mit dem Brandkrustenpilz ist außerdem eine weitaus kleinere Linde an der Nordwestseite der Kirche. Eine Fällgenehmigung bestätigte dies.

Ein ortsgleicher Ersatz ist für beide Bäume im Herbst 2021 geplant. Die Wurzelstöcke beider Linden werden dazu gleich nach der Fällung ausgefräst.

09.02.2021 Gehölzpflege an der Sundpromenade

Am Freitag 05. Februar beginnend, und in den Folgetagen fortsetzend, wird entlang des Freizeitbereiches der Sundpromenade der den Ostseeküstenradweg begleitende Gehölzstreifen an mehreren Stellen punktweise ausgedünnt. Dazu werden einzelne Bäume entnommen und aufwachsendes Unterholz entfernt. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit der derzeitig ausgeführten Pflege der Gehölzflächen an der Sundpromenade.

27.11.2020 Öffentliche Wald-Pflanzaktion abgesagt

Die für den 4. und 5. Dezember 2020 mit Schülerinnen und Schülern und der Öffentlichkeit geplante Wald-Pflanzaktion muss leider wegen der Coronabeschränkungen abgesagt werden. Die Flächen werden jetzt durch Unternehmen bzw. eigene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aufgeforstet. Die Abt. Forsten bereitet weitere Aufforstungen vor, die dann hoffentlich im kommenden Jahr auch mit der Öffentlichkeit zusammen durchgeführt werden können.

25.11.2020 Weihnachtsbäume für Stralsund

Die Stadtverwaltung stellt 2020, neben den traditionellen Weihnachtsbäumen auf dem Alten Markt und in Grünhufe, eine Reihe weiterer Bäume, quer über das Stadtgebiet verteilt, auf. Die Bäume stammen aus dem Stadtwald auf Ummanz. Am 25. November wurden sie besonders schonend durch einen Bagger mit Schneidkopf aus dem Bestand gehoben und anschließend im Container verstaut.

Dieses Jahr wurden junge Fichten ausgewählt. Im Stadtwald werden in den kommenden Jahren an verschiedenen Stellen auch Tannen gepflanzt, um auch in 20 Jahren noch schöne Weihnachtsbäume zu haben.

Weihnachtsbaumeinschlag auf Ummanz_2

Konzept "Sitzgelegenheiten in Knieper West" ist fertiggestellt

In einem Konzept wurde untersucht, welche Möglichkeiten zur Verbesserung der Ausstattung des Stadtteils mit Sitzgelegenheiten und Abfallbehältern bestehen. Durch Umsetzung vorhandener, ergänzt um einige neue Ausstattungen soll ein Netz entstehen, dass vorallem älteren Bügerinnen und Bürgern längere Wege im Stadtteil erleichtert. 

Der Anfang ist bereits gemacht: die ersten 7 zusätzlichen Bänke stehen bereits.

Mehr erfahren Sie hier:

neuer Bankstandort Knieper West

Vorfreude für kleine Kletterer und Abenteurer

Wegen nicht mehr zu reparierender Mängel musste auf dem Spielplatz Brunnenaue der Beton-"Kletterfelsen" zurück gebaut werden. Ersatz ist aber bereits in Sicht! Anfang nächsten Jahres können sportliche Kinder wieder einen Kletterturm bezwingen. Dann gilt es, sein Geschick in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen unter Beweis zu stellen. 

Brunnenaue Climbing Rock midi

Auf dem Spielplatz in der Arnold-Zweig-Straße lädt bereits ein neues, farbenfrohes Spielgerät junge Klettererinnen und Kletterer und Abenteurer zum Spielen ein. Es ersetzt ein altes Spielgerät mit Rutsche, welches schon sehr in die Jahre gekommen war. 

neues Spielgerät Arnold- Zweig-Straße

Und wann geht es mit dem Spielplatz "Alte Zuckerfabrik" endlich los? Nach einer Bürgerbeteiligung (2018) ist die lange Wartezeit bald vorbei: die neuen Spielgeräte für die älteren , aber auch jüngeren Kinder, sind schon in der "Produktion". Mit dem Umbauarbeiten wird Anfang nächsten Jahres begonnen. 

Planung Spielplatz Alte Zuckerfabrik_Klettertrichter

Baumfällung auf dem Alten Frankenfriedhof

Die große Blutbuche auf dem Alten Frankenfriedhof am Frankendamm ist ein außerordentlich markanter, jedoch  schwer gezeichneter Baum. Durch ein Gutachten wurde nun bestätigt: der Stammfuss ist auf mehr als 50 Prozent der Grundfläche morsch, die Wurzelanläufe in diesem Bereich sind abgestorben und der Stamm vom Brandkrustenpilz befallen. Die Bruchsicherheit der bereits zu einem Viertel abgestorbenen Krone ist nicht mehr gegeben.

Blutbuche 1 Alter Frankenfriedhof 08_2020

Der Baum muss deshalb in der 35. Kalenderwoche gefällt werden. Die Fällung wurde mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und genehmigt. Ortsgleich wird im Herbst eine neue Blutbuche gepflanzt.

Arbeiten im Stadtwald

Seit einigen Wochen wird an vielen Stellen im Stadtwald gearbeitet. Wie bereits im Juli angekündigt, haben diese Arbeiten ihren Schwerpunkt in den alten Spülfeldern.

Wieder freigelegte alte Wegestrukturen, so unter anderem am Rodelberg, in den Spülfeldern und am Papenhagen, sind bereits ein gut genutztes Angebot für Besucherinnen und Besucher des Stadtwaldes.

Weitere Schwerpunkte der gegenwärtigen Arbeiten: Freilegen ehemaliger Wiesen für eine zukünftig extensive Mahd, Öffnen vorhandener Gräben und Durchlässe für eine Bewirtschaftung und Pflege, Anlage von Blühflächen. Im Einsatz dabei ist schonende Kleintechnik. 

Besonders ins Auge fällt aktuell sicher die Freimachung des historischen Wasserfalls am Birkenweg. Hier wird sich bis zum Herbst eine, dem historischen Vorbild angelehnte, gärtnerische Gestaltung anschließen. Auch wenn tatsächlich kein Wasser mehr fließen wird.

Freistellungsarbeiten im Stadtwald

Ausblick Wald: Der Papenhagen, als ein ganz besonderes Stück "Urwald", soll sich weiter ganz natürlich entwickeln. In den Spülfeldern dagegen wird die begonnene Durchforstung fortgesetzt, um die Waldentwicklung auf den schwierigen Standorten zu unterstützen. Dabei werden auch Bäume gefällt. Die Lücken werden mit Laubwald aufgepflanzt.