Meldung vom 25.08.2026

Stralsund würdigt Harald Lastovka mit eigenem Platz

Oberbürgermeister Alexander Badrow: „Mit diesem Namen verbinden wir Erinnerung mit einer Verpflichtung für die Zukunft unserer Stadt.“

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Stralsund, 25. August 2026. Zehn Jahre nach dem Tod des langjährigen Stralsunder Oberbürgermeisters Harald Lastovka trägt der Platz vor dem OZEANEUM seinen Namen. Mit der feierlichen Enthüllung des Straßenschildes würdigt die Hansestadt Stralsund einen Mann, der die Entwicklung der Stadt nach der politischen Wende über fast zwei Jahrzehnte entscheidend geprägt hat.

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„Harald Lastovka hat in einer der schwierigsten und zugleich chancenreichsten Phasen unserer jüngeren Stadtgeschichte Verantwortung übernommen. Er hat an Stralsund geglaubt und entscheidend dazu beigetragen, aus der großen Geschichte unserer Stadt eine neue Zukunft zu bauen“, sagte Oberbürgermeister Alexander Badrow bei der Einweihung des Harald-Lastovka-Platzes.

Der 1944 geborene Harald Lastovka wurde 1990 zum ersten frei gewählten Oberbürgermeister Stralsunds nach der politischen Wende gewählt. Mehr als 18 Jahre stand er an der Spitze der Stadt. Seine Amtszeit war geprägt von einem tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbruch – und zugleich von wegweisenden Entscheidungen für die Zukunft Stralsunds.
Die Sanierung der historischen Altstadt, die Aufnahme der Altstädte von Stralsund und Wismar in das UNESCO-Welterbe, die Rügenbrücke, die Entwicklung der Hochschule, die Ansiedlung von Behörden und Unternehmen sowie sein beharrlicher Einsatz für die Werft sind mit seiner Amtszeit verbunden. Besonders sichtbar wird sein Wirken am neuen Harald-Lastovka-Platz selbst: Das unmittelbar angrenzende OZEANEUM gehört zu den Projekten, für die Lastovka mit großer Beharrlichkeit warb und um deren Realisierung er kämpfte.

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„Einen passenderen Ort für seinen Namen hätten wir kaum finden können“, so Badrow. „Wer hier auf das OZEANEUM und die Hafeninsel blickt, sieht zugleich ein Stück des Lebenswerkes von Harald Lastovka.“
Der heutige Oberbürgermeister erinnerte zugleich daran, dass er bei seinem Amtsantritt 2008 eine Stadt übernommen habe, in der Lastovka wesentliche Fundamente für die weitere Entwicklung gelegt hatte. Seitdem seien diese weiter ausgebaut worden – mit Investitionen in Schulen und Infrastruktur, neuen Wohnquartieren, der Weiterentwicklung der Hafeninsel und neuen Perspektiven für das Gelände der Volkswerft.

Die Benennung sei deshalb nicht allein Rückblick und Würdigung, betonte Badrow. Sie formuliere auch einen Anspruch an Gegenwart und Zukunft: „Jede Generation übernimmt eine Stadt von der vorherigen. Sie übernimmt Gebäude, Straßen und Plätze – aber ebenso Ideen, Erfahrungen und Verantwortung. Ein Fundament ist niemals das fertige Haus. Jede Generation muss darauf weiterbauen.“

Gerade angesichts wirtschaftlichen Wandels, des Klimaschutzes, der Digitalisierung und gesellschaftlicher Herausforderungen bleibe diese Haltung aktuell. Demokratie und Stadtgesellschaft lebten davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und bereit seien, für die Zukunft ihrer Stadt einzustehen.

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Damit stehe der neue Name auch für eine Verpflichtung: Stralsund soll sein historisches Erbe bewahren und zugleich den Mut haben, Neues zu wagen. Die Stadt soll wirtschaftliche Veränderungen gestalten, Zusammenhalt und Demokratie stärken und kommenden Generationen wiederum tragfähige Fundamente hinterlassen.

„Der Harald-Lastovka-Platz erinnert uns daran, was verantwortliches Handeln für eine Stadt bewirken kann“, sagte Badrow. „Harald Lastovka wollte Bleibendes schaffen. Das ist ihm gelungen. Sein Name bekommt nun einen bleibenden Platz in Stralsund – und für uns verbindet sich damit die Verpflichtung, unsere Stadt mit derselben Entschlossenheit weiter in die Zukunft zu führen.“

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Der Harald-Lastovka-Platz wurde am 25. August 2026 im Beisein der Familie Lastovkas, ehemaligen Weggefährten, von Mitgliedern der Bürgerschaft sowie zahlreichen Stralsunderinnen und Stralsundern feierlich eingeweiht.