Meldung vom 16.10.2026

Smart-City-Ranking 2026: Stralsund Spitzenreiter in MV

Stralsund belegt im bundesweiten Smart-City-Ranking 2026 den ersten Platz in Mecklenburg-Vorpommern und erreicht bundesweit Rang 58 von 418 Städten. Mit einem Entwicklungsgrad von 41,5 Prozent liegt die Hansestadt deutlich über dem Bundesdurchschnitt und konnte sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessern. Besondere Stärken zeigt Stralsund in den Bereichen Strategie, digitale Infrastruktur und Verwaltung.

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Die Hansestadt Stralsund behauptet ihre Spitzenposition bei der digitalen und nachhaltigen Stadtentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Im aktuellen Smart-City-Ranking 2026 von H&Z | Haselhorst Associates belegt Stralsund mit einem Entwicklungsgrad von 41,5 Prozent den ersten Platz im Land. Bundesweit erreicht die Hansestadt Platz 58 von insgesamt 418 untersuchten Städten und gehört damit zu den besten 15 Prozent im deutschlandweiten Vergleich.

Besonders erfreulich: Stralsund liegt mit seinem Smart-City-Entwicklungsgrad um 8,3 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt von 33,2 Prozent. Gegenüber 2025 konnte sich die Hansestadt zudem um 2,5 Prozentpunkte verbessern – von 39,0 auf jetzt 41,5 Prozent. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Stralsund seinen Weg zu einer modernen, digital vernetzten und zukunftsfähigen Stadt konsequent fortsetzt.

Gemeinsam entwickeln, Erfahrungen teilen
Die Smart-City-Arbeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Stralsund arbeitet dabei mit den Stadtwerken Stralsund den Städten der Smarten Hanse (https://www.smarte-hanse.de/) und dem Zweckverband eGo-MV, zusammen. Der gemeinsame Erfolg beruht auf Kooperation, dem Austausch von Erfahrungen und einer abgestimmten Arbeitsteilung. So können die Beteiligten ihre jeweiligen Kompetenzen einbringen und Lösungen gemeinsam weiterentwickeln.

Auch im Vergleich mit Städten ähnlicher Größe ist Stralsund gut positioniert: In der Kategorie „Große Mittelstadt" belegt die Hansestadt bundesweit Platz 15. Das Ranking ordnet Stralsund zudem der Reifekategorie „Etablierte Smart City" zu.

Besondere Stärken bei Strategie, Infrastruktur und Wirtschaft
Mit einem Entwicklungsgrad von 85,3 Prozent im Bereich „Strategie & Basis“ verfügt die Hansestadt über eine starke Grundlage für die weitere digitale Transformation. Dieser Wert liegt 23,3 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt und konnte gegenüber 2025 um beachtliche 8,0 Prozentpunkte gesteigert werden.
Auch die digitale Infrastruktur zählt zu den Stärken der Hansestadt: Mit 69,0 Prozent liegt Stralsund hier 17,0 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt.

Weitere überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt die Hansestadt in wichtigen Bereichen des städtischen Lebens:

  • Wirtschaft & Handel: 43,4 Prozent – 16,1 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt
  • Verwaltung: 42,6 Prozent – 16,2 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt
  • Mobilität: 37,3 Prozent – 4,8 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt
  • Bildung: 35,1 Prozent – 9,5 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt
  • Tourismus & Kultur: 30,8 Prozent – 6,6 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt

Insgesamt erzielt Stralsund damit in acht von zehn untersuchten Handlungsfeldern überdurchschnittliche Ergebnisse.

Gute Fortschritte innerhalb eines Jahres
Deutlich legte der Bereich „Strategie & Basis" mit einem Plus von 8,0 Prozentpunkten zu. In der Mobilität stieg der Wert um 4,5 Prozentpunkte, bei „Wirtschaft & Handel" um 3,6 und in der Verwaltung um 3,5 Prozentpunkte. In nahezu allen untersuchten Bereichen konnte Stralsund sich verbessern oder das erreichte Niveau halten. 

Besonders zu betonen sind die neuen digitalen Angebote:
Seit Juni 2026 können Gewerbetreibende ihr Unternehmen über OpenR@thaus digital an-, um- oder abmelden. Die Meldung gelangt direkt ins Fachverfahren der Stadtverwaltung. Voraussetzung ist ein „Mein Unternehmenskonto". 
Seit Juli 2026 können Anträge auf Genehmigungsfreistellung nach § 62 LBauO M-V digital eingereicht und nachverfolgt werden. Ist kein Genehmigungsverfahren erforderlich, kann einen Monat nach vollständiger Einreichung mit dem Bau begonnen werden.

Spitzenposition als Ansporn für die Zukunft
„Das Ergebnis ist eine Bestätigung unserer gemeinsamen Arbeit und zugleich Ansporn, die digitale Stadtentwicklung weiter voranzutreiben. Sie gelingt am besten, wenn Kommunen, kommunale Unternehmen und Partner ihre Kompetenzen bündeln. Gemeinsam mit den Stadtwerken Stralsund und den Städten der Smarten Hanse setzen wir auf Zusammenarbeit. So können wir voneinander lernen, Erfahrungen teilen und Lösungen Schritt für Schritt weiterentwickeln", sagt Heino Tanschus, zuständiger Amtsleiter und Koordinator.
Zugleich zeigt die differenzierte Untersuchung, dass insbesondere in den Bereichen Energie und Umwelt sowie Gesundheit weitere Entwicklungsmöglichkeiten bestehen. Diese Potenziale gilt es für die kommenden Jahre gezielt zu nutzen.

Die nächsten Smarten Anwendungen sind in Vorbereitung und werden in Kürze der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Smart-City-Ranking 2026 würdigt Stralsunds Fortschritte und bietet zugleich Orientierung für die weitere Entwicklung. Die Hansestadt verbindet ihre jahrhundertealte Tradition mit einer zukunftsgerichteten Stadtentwicklung - im Austausch mit Partnern und Städten, die gemeinsam an smarten Lösungen arbeiten.

Aktuelle Infos zur Smart City Stralsund: 
https://www.smarte-stadt-stralsund.de/

Hintergrund zum Smart-City-Ranking
Das Haselhorst Smart-City-Ranking untersucht seit 2018 jährlich die digitale und nachhaltige Entwicklung deutscher Städte ab 30.000 Einwohnern. Für die Ausgabe 2026 wurden 418 Städte anhand von mehr als 33.000 Datensätzen aus öffentlich zugänglichen Quellen und einer qualitativen Analyse untersucht.
Die Bewertung umfasst zehn Handlungsfelder, unter anderem digitale Infrastruktur, Verwaltung, Mobilität, Wirtschaft, Bildung sowie Energie und Umwelt. Der ermittelte Entwicklungsgrad ermöglicht einen Vergleich der Städte und ihrer Fortschritte über mehrere Jahre.

Quelle: Haselhorst Smart-City-Ranking 2026, H&Z | Haselhorst Associates
https://hz.group/de/branchenkompetenz/staedte-versorger/haselhorst-smart-city-ranking/