Zwölf Strandkiefern für das Stralsunder Strandbad
Wind & Weite - Küste & Kiefern
Die Zahl "Zwölf" steht in vielen Kulturen und Religionen für die Vollkommenheit – eine symbolisch starke Zahl für das Ganze. Zwölf nach Urlaub duftende Kiefern haben die Forstleute der Hansestadt Stralsund nun am Strandbad an den Zugängen und an freien Stellen gepflanzt.
Denn Kiefern und Strand - das gehört in Vorpommern zusammen wie Fischbrötchen und Sanddorn. Wie die Zahl 12 keine gewöhnliche Zahl ist, ist auch die Kiefer kein beliebiger Baum am Strand. Sie steht für Beständigkeit sowie Ausdauer und ist ein identitätsstiftendes Element der pommerschen Küstenlandschaft. Diese Baumart ist seit Jahrhunderten Teil der regionalen Landeskultur – sowohl als prägendes Motiv in Literatur und Liedgut (etwa im Pommernlied), als eben auch als bewährte Baumart aller größeren Badeorte. Bei der Sicherung von Dünen und Küstenlandschaften hat die Kiefer eine lange Tradition.
Exemplarisch sei hier eine der größten Aufforstungen in der Geschichte Vorpommerns, die Bepflanzung der Schaabe durch den Stralsunder Oberforstmeister Smalian im 19. Jahrhundert, genannt.
Die gestalterische Pflanzung von Kiefern am Strandbad steht damit - wenn auch in kleinem Maßstab - in einer langen Tradition forstlicher Küstengestaltung, die ökologische Funktion und landschaftliches Erscheinungsbild miteinander verbindet.
Erst jüngst wurde der Heckenbereich des Strandbades umfangreich gepflegt, um so Eichen, Eiben, Ahorne, Kirschen und Birken gezielt zu fördern. Wuchernde Weiden und Brombeergestrüpp haben die Forstleute entfernt. Damit runden die neuen, noch jungen Kiefern das Naturgrün am Stralsunder Strandbad ab.