Ab 11. Mai: Zwei Fotoausstellungen im Helios Hanseklinikum
Barrieren sichtbar machen, Teilhabe stärken
Seit 1999 ruft die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe jährlich am 10. Mai zu einem bundesweiten Aktions- und Informationstag rund um Prävention, Behandlung und Rehabilitation auf. Denn die Folgen eines Schlaganfalls sind gravierend: Etwa 30 bis 40 Prozent der Betroffenen bleiben langfristig in ihrem Alltag eingeschränkt. Von einem Moment auf den anderen sehen sich Menschen, die zuvor mitten im Leben standen, mit neuen und oft unerwarteten Barrieren konfrontiert.
Vor diesem Hintergrund laden die Hansestadt Stralsund, die Stralsunder Werkstätten und das Helios Hanseklinikum Stralsund gemeinsam dazu ein, das Thema Barrierefreiheit und Inklusion stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Ziel ist es, Barrieren abzubauen und Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Wanderfotoausstellung: Alltägliche Situationen
Ein zentraler Bestandteil ist die Wanderfotoausstellung des „Netzwerks Inklusion im Kreis Segeberg 3.0“. Sie greift alltägliche Situationen auf und macht diese durch eindrucksvolle Bilder emotional erlebbar. Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, Perspektiven zu wechseln, Empathie zu entwickeln und ein Bewusstsein für die vielfältigen Herausforderungen im Alltag von Menschen mit Einschränkungen zu gewinnen. Gleichzeitig schafft sie Raum für Austausch und Dialog.
Fotoausstellung „Wohnhaus im Detail“
Ergänzt wird das Angebot durch die Ausstellung „Wohnhaus im Detail“ der Stralsunder Werkstätten. Mit Kreativität, Neugier und einem Blick für das Besondere haben die Mitglieder des Fototreffs ihr Zuhause – das Wohnhaus im Heinrich-Heine-Ring 41 - neu entdeckt.
Die Fotografien laden dazu ein, den Alltag aus neuen Blickwinkeln zu erleben und machen durch kleine Ausschnitte das große Ganze sichtbar. So wie im Wohnhaus erproben auch in anderen Bereichen der Stralsunder Werkstätten Menschen mit Behinderung und seelischer Erkrankung ihre künstlerischen und kreativen Fähigkeiten.
Mit dem Projekt „KUNST – KREATIVITÄT – KÖNNEN“, das durch die NDR-Spendenaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ gefördert wurde, wollen die Stralsunder Werkstätten die kreativen Potenziale von Menschen mit Behinderung sichtbar machen und ihre Arbeiten an öffentlichen Orten erlebbar präsentieren.
Beide Ausstellungen können ab dem 11. Mai für zwei Monate im Foyer und Café des Krankenhauses am Sund betrachtet werden.
Die Ausstellung im Helios Hanseklinikum Stralsund bildet den Auftakt für das Projekt „KUNST – KREATIVITÄT – KÖNNEN“.
Interessierte Einrichtungen sind eingeladen, in den Stralsunder Werkstätten entstandener Kunst Raum zu geben und so ein Zeichen für Inklusion zu setzen.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.sw-hst.de.