Stadtarchiv der Hansestadt Stralsund


Allgemeines:

Das Stadtarchiv der Hansestadt Stralsund ist eine wissenschaftliche Einrichtung und befindet sich im ehemaligen Franziskanerkloster St. Johannis an der Schillstrasse. Hauptamtlich besetzt ist das Archiv erst seit 1952. In den vorhergehenden Zeiten hat es unterschiedliche Formen der "Betreuung" gegeben. Erst im ausgehenden 18. Jahrhundert versuchte der Syndikus Rudolf Gülich, Ordnung in das Archiv zu bringen. 1716 hatte es noch geheissen, dass das Archiv "... so in Confusion und Unordnung ( sei ), dass es nicht schlechter sein könne...". Vor allem hatte man sich dann im 19. Jahrhundert der Aufarbeitung des Urkundenbestandes zugewandt, die Akten blieben nahezu unberührt.
Blicken wir auf die heutige Aufgabenstellung des Stadtarchivs der Hansestadt Stralsund, so lässt sich feststellen, das in ihm das archivwürdige Schriftgut, das in der Stadtverwaltung entsteht, erschlossen, gelagert und zur Benutzung bereitgestellt wird. So nimmt es nicht Wunder, dass aus den zurückliegenden Jahrhunderten sich schon eine Vielzahl von Archivalien angehäuft haben: etwa 9.000 Urkunden, 3.000 laufende Meter Akten, Register, Protokolle etc. Zu den wertvollsten Stücken gehören zweifelsohne die Stadtgründungsurkunde vom 31. Oktober 1234, die Urkunden des Stralsunder Friedens vom 24. Mai 1370 und der Allianzvertrag mit König Gustav II. Adolf von Schweden aus dem Jahre 1628.
Neben den umfangreichen Archivbeständen bietet das Sammlungsgut (u.a. 28.000 Fotos, 3.000 Karten, Pläne und Risse) und eine ca. 100.000 Bände umfassende Bibliothek einen gewaltigen Fundus an Informationsmöglichkeiten. Zum Bibliotheksbestand gehören beispielsweise handgeschriebene Bibeln und Breviere des 14. Jahrhunderts, Wiegendrucke des 15. Jahrhunderts, die ersten Zeitungen des 17. Jahrhunderts und auch die Löwensche Bibliothek des 18. Jahrhunderts. Natürlich gehört es auch zu den Aufgaben des Archivs, aus den reichhaltigen Schätzen Publikationen entstehen zu lassen. Sie erscheinen in der Reihe "Veröffentlichungen aus dem Stadtarchiv".
Wissenschaftler, Hobbyforscher und allgemein Interessierte können im Lesesaal von Montag bis Donnerstag zwischen 9.00 und 17.00 Uhr arbeiten. Das ehemalige St. Johanniskloster an der Schillstrasse, gehört zu den Attraktionen Stralsunds. Aus dem Kloster wurde nach der Reformation 1525 eine Heimstätte für arme und alte Menschen. Umfangreiche Sanierungsarbeiten setzten 1963 unter der Leitung des damaligen Archivdirektors Dr. Herbert Ewe ein. Heute zählen der Kreuzgangbereich mit dem Kapitelsaal, der Helle Gang, der Räucherboden, der Rosengarten und besonders die Barockbibliothek zu den Anziehungspunkten. Für Einheimische und Touristen stehen die Türen des Klosters in der Saison (Mai-Oktober) zum Besuch weit offen.

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Beständeübersicht des Stadtarchivs als PDF-Dokument

Information:
Tel.: (0 38 31) 66 64 66
Fax: (0 38 31) 66 64 64

Postanschrift:
Hansestadt Stralsund
Stadtarchiv
Am Johanniskloster 35
18439 Stralsund

E-Mail: stadtarchiv@stralsund.de

Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag von 9.00 bis 17.00 Uhr
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