Meldung vom 16.05.2018

Uralte Pappeln an der Sundpromenade werden gekürzt

In der Woche nach Pfingsten werden an der Sundpromenade, im Bereich zwischen Stralsunder Kanu Club und den sogenannten Fischerhäusern, Baumpflegearbeiten durchgeführt.

Im Fokus stehen dabei drei Schwarzpappeln mit einem geschätzten Alter von beachtlichen jeweils etwa 150 Jahren. Auf Grund ihres hohen Alters und der stattlichen Größe von über 30 Metern, sind die Pappeln seit Anfang der 90er Jahre als Naturdenkmal erfasst.

Damit niemandem auf dieser sehr beliebten und viel benutzten Strecke an der Sundpromenade ein Ast auf den Kopf fällt, führen Fachleute ab dem 22. Mai sogenannte Sicherungsarbeiten durch. Offiziell heißt das "Herstellung der Verkehrssicherheit".
Konkret: An zwei der Pappeln werden die Baumkronen eingekürzt sowie Kronenpflegearbeiten vorgenommen. Dabei erfolgt der Rückschnitt, um die statische Belastung der Krone durch Eigenlast und Winddruck zu reduzieren.
Weiterhin werden die vorhandenen Kronensicherungen (Seile) erneuert, da die maximale Nutzungsdauer der vorhandenen Systeme erreicht ist. Somit ist die Bruchsicherheit der Kronen wieder hergestellt, und die Pappeln bleiben erhalten.
An der dritten Pappel erfolgt eine Kappung des Stammes auf ca. 10 Meter Höhe. Dieser Baum ist in sich schon so desolat, dass hier radikal gekürzt werden muss. Das heißt schlussendlich, dass der Stamm für eine begrenzte Restdauer noch erhalten bleibt.

Die Arbeiten sind zum jetzigen Zeitpunkt zwingend erforderlich, da die Bruchsicherheit bei der letzten Baumkontrolle als nicht ausreichend bewertet wurde. Die Maßnahmen sind teilweise genehmigungspflichtig und wurden in ihrer Gesamtheit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen abgestimmt und genehmigt.

Zur Wahrung des Artenschutzes entsprechend dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 Abs. 5 Satz 2), werden die Bäume vor Ausführung der Arbeiten durch einen Artenschutzbeauftragten auf entsprechende Belange überprüft, also, ob zum Beispiel Vogelnester vorhanden sind. Sollten welche festgestellt werden, sind weitere Schutzmaßnahmen vor Ausführung mit der Unteren Naturschutzbehörde abzustimmen.