Soziales, Kinderbetreuung, Bildung

Bürgertelefon für Fragen rund um das Coronavirus

Um den Bürgerinnen und Bürgern in Mecklenburg-Vorpommern während der derzeitigen Pandemie viele Fragen auf einen Blick beantworten zu können, hat die Landesregierung eine zentrale Telefonnummer geschaltet.

Die Zentrale Rufnummer für das Bürgertelefon lautet: 0385 588-11311

Nach Haupteinwahl kann über ein Zahlenmenü das Thema gewählt und zum zuständigen Ministerium durchgestellt werden. Erreichbarkeit: alle Tage, außer an Sonn- und Feiertagen.

Kinderbetreuung (Kitas, Horte und Kindertagespflegestellen)

Eigenes Konzept der Kinderbetreuung im Landkreis Vorpommern-Rügen

Aufbauend auf den Kita-Plan im Land MV wurde den örtlichen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe die Option eingeräumt, auf die regionalen Besonderheiten mit eigenen Konzepten der Kinderbetreuung reagieren zu können.

Der Landkreis Vorpommern-Rügen möchte zugunsten der vollberufstätigen Eltern eine maximal vertretbare Kinderbetreuung in seinem Landkreis ermöglichen. Oberste Priorität hat weiterhin allerdings der Infektionsschutz und die Nachvollziehbarkeit von Infektionsketten im Falle einer auftretenden Erkrankung.

Auf folgenden Maßnahmen haben sich das Jugendamt und die Träger der Kinderbetreuungseinrichtungen im Landkreis VR verständigt:

  • Im Landkreis VR wird für vollberufstätige Eltern statt des vom Land mindestens vorgesehenen 6 Stunden Platzanspruches im eingeschränkten Regelbetrieb in den Kitas ein 8 Stunden Ganztagsplatz angeboten.

  • Für alle anderen Kinder soll ein tägliches Betreuungsangebot von 4 Stunden am Vormittag ermöglicht werden. Dabei kann es (muss es aber nicht) zu Einschränkungen bei den Öffnungszeiten kommen.

Für die Horte gibt es aktuell noch keine abschließende Regelung.

ausführliche Informationen des Landkreises VR

Kita-Plan im Land MV

Der von der Landesregierung am 7. Mai beschlossene Kita-Plan umfasst folgende Schritte:

  • Beibehaltung der bisherigen erweiterten Kindernotfallbetreuung
  • Ab dem 11. Mai: Öffnung der Kindertagespflege unter Einhaltung der Hygieneempfehlungen
  • Ab dem 18. Mai: Kindertagesförderung für Kinder, die im Sommer in die Schule eintreten werden mit einer Mindestbetreuungszeit von 3,5 Stunden werktäglich (für Kinder von berufstätigen Eltern bei freien Kapazitäten mehr - Entscheidung durch Jugendämter in Zusammenarbeit mit dem Träger der Kindertageseinrichtung).
  • Ab dem 25. Mai: Einstieg in den eingeschränkten Regelbetrieb mit Zugang für alle Kinder zu den Kindergärten und Krippen mit einer Mindestbetreuungszeit von 3,5 Stunden werktäglich (für Kinder von berufstätigen Eltern bei freien Kapazitäten mehr - Entscheidung durch Jugendämter in Zusammenarbeit mit dem Träger der Kindertageseinrichtung).

zur Pressemitteilung

Regelungen zur Notfallbetreuung

Die Möglichkeit der Notfallbetreuung gilt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter folgender systemrelevanter Berufsgruppen:

  • die Produktion und die Versorgung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs
  • Feuerwehr (Berufsfeuerwehren und Schwerpunktfeuerwehren), Polizei, Strafvollzugsdienst, Rettungsdienst
  • medizinische Einrichtungen inklusive Apotheken
  • ambulante und stationäre Pflegedienste, stationäre Betreuungseinrichtungen (z. B. für Hilfen zur Erziehung)
  • Kindertageseinrichtungen
  • Lehrkräfte an Schulen, Hebammen, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte und Kindertagespflegepersonen, soweit sie für das Funktionieren der kritischen Infrastruktur zwingend notwendig sind (Unabkömmlichkeit)
  • Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen
  • notwendige Hilfe- und Schutzangebote der Kinder- und Jugendhilfe, Schwangerschaftskonfliktberatung, Beratungsstellen Frauen- und Kinderschutz, soziale Kriseninterventionseinrichtungen
  • Kommunale und Landesbehörden, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Einrichtungen und kommunale Unternehmen, soweit von Beschäftigten dieser Bereiche notwendig pflichtige Aufgaben und Aufgaben der Daseinsvorsorge (z. B. Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung, ÖPNV) zwingend wahrzunehmen sind
  • Regierungen und Parlamente
  • Justizeinrichtungen
  • veterinärmedizinische Notfallversorgung
  • Krankenkassen
  • Finanz- und Versicherungswesen
  • Flug- und Schiffsverkehr
  • Post- und Paketzustelldienste
  • Vertreter und Vertreterinnen von Medien
  • im Bereich der Informationstechnik und Telekommunikation (Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze und der Kommunikationsinfrastruktur)
  • Straßenmeistereien und Straßenbetriebe
  • Reinigungsdienste für die kritische Infrastruktur

Darüber hinaus besteht auch für Kinder von Alleinerziehenden, die nicht in einem systemrelevanten Bereich arbeiten, in begründeten Einzelfällen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Möglichkeit einer Notfallbetreuung.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Mindestens ein Elternteil (="Ein-Elternteil-Regelung") muss in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig sein und eine private Kinderbetreuung kann nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden.

Was ist zwingend zu belegen?

  • Eine schriftliche Erklärung der Eltern, dass eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann.
  • Eine schriftliche Erklärung des jeweiligen Arbeitgebers, dass der Elternteil in einer kritischen Infrastruktur nach Allgemeinverfügung tätig und die Präsenz des Elternteils am Arbeitsplatz für das Funktionieren der jeweiligen kritischen Infrastruktur zwingend notwendig ist.
  • Ist der in der kritischen Infrastruktur tätige Elternteil selbstständig, wird der Nachweis durch eine schriftliche Eigenerklärung ersetzt.

Die oben genannten, erforderlichen Unterlagen sind bei der Kindertageseinrichtung oder bei der Kindertagespflegeperson einzureichen. Die Formulare für die Beantragung sind auf der Internetseite des Landkreises Vorpommern-Rügen (www.lk-vr.de) auf der Schwerpunktseite Corona im Bereich „Häufig gestellte Fragen“ (FAQ) – Kitas – Notfallbetreuung zu finden.

Für die Entscheidung sind gemäß der Allgemeinverfügung des Landes MV die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe zuständig.

weiterführende Informationen:

Informationen des Sozialministeriums MV zur Kindertagesförderung

Allgemeinverfügung des Landes MV zum Besuch von Schulen und Kitas (Stand 17. April 2020)

Fragen und Antworten

Das Sozialministerium MV hat einen umfangreichen Fragen-Antworten-Katalog zum Thema Kindertagesförderung bereitgestellt.

Schulen | Unterricht

Ab dem 14. Mai werden die Schulen schrittweise für weitere Jahrgangsstufen geöffnet. Auch in Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendkunstschulen wird der Unterricht wieder beginnen.  

Grundschulbereich:

  • Grundschülerinnen und Grundschüler aller Jahrgangsstufen gehen abwechselnd für mindestens je einen Tag in der Woche in die Schule.
  • Sie erhalten mindestens vier Unterrichtsstunden.

Regionalschulbereich:

  • In den Regionalen Schulen, dem entsprechenden Zweig der Kooperativen Gesamtschulen und auch in den Integrativen Gesamtschulen werden die Schülerinnen und Schüler an mindestens einem Tag in der Woche Präsenzunterricht erhalten.
  • Es werden mindestens sechs Unterrichtsstunden angeboten.

Förderschulbereich:

  • Für die sechs Förderschularten gelten für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 die Regelungen für den Grundschulbereich und für die Jahrgangsstufen 5 bis 9 die Regelungen für den Regionalschulbereich analog.

Gymnasialbereich:

  • Die Jahrgangsstufe 11 (an den Abendgymnasien die Jahrgangsstufe 12) wird Fernunterricht und Präsenzunterricht im Wechsel erhalten.
  • Ab dem 18. Mai werden an den Gymnasien bzw. in gymnasialen Bildungsgängen auch die 10. Jahrgangsstufe wieder am Präsenzunterricht teilhaben können, der sich mit digitalem Unterricht abwechselt.
  • Nach Ende der schriftlichen Abiturprüfungen (3. Juni) werden dann auch die Jahrgangsstufen 7 bis 9 tageweise wieder die Schule besuchen können.

Berufliche Schulen:

  • An den beruflichen Schulen wird ab dem 14. Mai der Präsenzunterricht für die erste Jahrgangsstufe in der neuen generalistischen Pflegeausbildung möglich sein. 
  • Bei Bildungsgängen, die eineinhalb, zweieinhalb oder dreieinhalb Jahre dauern, wird der Unterricht in den Vorabschlussklassen ermöglicht werden.
  • Die Beschulung der Jahrgangsstufe 12 an Fachgymnasien im Präsenzunterricht wird wiederaufgenommen.

Volkshochschulen:

  • Im ersten Schritt sollen Prüfungen der höherqualifizierenden Berufsbildung (Aufstiegsfortbildungen) gemäß Berufsbildungsgesetz und Handwerksordnung zugelassen werden. 

Hochschulen:

  • Hier wird der Lehr- und Forschungsbetrieb in digitaler Form stattfinden.
  • Neben der Abnahme von Prüfungen können auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume erfordern, unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wiederaufgenommen werden.

Musik- und Jugendkunstschulen:

  • Unterricht für Schülerinnen und Schüler, die sich auf entsprechende Abiturprüfung oder auf eine Aufnahmeprüfung im musisch-künstlerischen Bereich vorbereiten.
  • Einzelunterricht für andere Schülerinnen und Schüler kann unter Voraussetzungen gegeben werden.

zum ausführlichen MV-Plan für Schülerinnen und Schüler

Seit dem 27. April 2020 sind die allgemein bildenden Schulen für die Prüfungsvorbereitung und die Durchführung der Prüfungen für die Abschlussklassen mit zentralen Prüfungen (Mittlere Reife und Abitur) geöffnet:

  • Klasse 10 an Regionalen Schulen und Gesamtschulen
  • Schüler der Klasse 10 am Gymnasium, die die Mittlere Reife anstreben
  • Klasse 12 an den regulären Gymnasien und den Gesamtschulen
  • Klasse 13 an Abendgymnasien
    sowie die beruflichen Schulen für Prüfungen und den Unterricht für Abschlussklassen

Für die Klassenstufe 11 an regulären Gymnasien und Gesamtschulen sowie Klasse 12 an Abendgymnasien werden Konsultationen ermöglicht. Der schulische Betrieb erfolgt unter Einhaltung der Abstandsregeln, der Hygienevorschriften. Für Risikogruppen unter Lehrkräften und dem weiteren pädagogischen Personal sowie den Schülerinnen und Schülern, die selbst Teil der Risikogruppe sind bzw. in einem Haushalt mit zur Risikogruppe gehörenden Personen leben, werden Erleichterungen bis hin zu Befreiungen im „Hygienerahmenplan Corona für Schulen“ vorgesehen.

Ab 4. Mai 2020 werden Klassen und qualifikationsrelevante Jahrgänge der allgemein bildenden Schulen, die im nächsten Schuljahr ihre Prüfungen ablegen, geöffnet:

  • Klasse 9 Regionale Schulen, Gesamtschulen, Förderschule Lernen
  • Klasse 11 reguläres Gymnasium und Gesamtschul
  • Klasse 12 Abendgymnasium.

In der Jahrgangsstufe 11 (12 an Abendgymnasien), deren Noten Teil der Abiturgesamtnote sind, wechseln sich Präsenz- und digitaler Unterricht ab.

Die 4. Jahrgangsstufe der Grundschule soll wieder ein Angebot in der Schule erhalten. Dabei werden die Gruppen geteilt, die Stundentafel reduziert und gegebenenfalls an einigen Wochentagen flexible Lernangebote oder auch Konsultationen ermöglicht. Gleiches gilt für alle 4. Jahrgangsstufen an Förderschulen, die nach dem Grundschulrahmenplan unterrichtet werden.

Informationen des Bildungsministeriums MV zur Schließung der Schulen und Hochschulen

Allgemeinverfügung des Landes MV zum Besuch von Schulen und Kitas (Stand 17. April 2020)

Informationen für Schulen zur alternativen (Online)Unterrichtsgestaltung

Das Bildungsministerium MV stellt allen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, die es benötigen, kostenlose Zugänge zur Unterrichtsplattform Fuxmedia zur Verfügung. Des Weiteren gibt das Ministerium Hinweise auf Online-Lehrinhalte für die unterschiedlichen Schulformen und verweist dazu auf den Deutschen Bildungsserver www.bildungsserver.de sowie auf die bestehenden, frei verfügbaren Bildungsmedien, die in der Suchmaschine Elixier (www.bildungsserver.de/elixier) recherchiert werden können.

Informationen des Landes MV zur alternativen (Online)Unterrichtsgestaltung

Pflegeeinrichtungen | Tagespflege | Unterkünfte und Werkstätten für behinderte Menschen u. a.

Besuchs- und Betretungseinschränkungen

Das Betretungs- und Besuchsverbot in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Unterkünften für Menschen mit Behinderungen besteht weiterhin.
Ab dem 15. Mai sind Besuche in stationären Pflegeeinrichtungen durch eine feste Kontaktperson möglich. Tagespflege- und Behinderteneinrichtungen können unter Auflagen (insbesondere Schutzkonzepte) ab dem 18. Mai schrittweise wieder öffnen. 
zur Pressemitteilung

Ausgenommen vom Betreuungsverbot sind:

  • Menschen mit Behinderungen, für deren Wohl und Gesundheit der Besuch der Werkstätte als eine tagesstrukturierende Maßnahme unabdingbar ist
  • Menschen, die aufgrund einer psychischen Behinderung oder Suchterkrankung einer Betreuung bedürfen

Informationen und Erlasse der Landesregierung MV zu Pflege- und Sozialeinrichtungen

Fragen und Antworten

Das Sozialministerium MV hat einen umfangreichen Fragen-Antworten-Katalog zu den Themen Pflege, soziale Einrichtungen, Betreuungs- und Beratungsangebote, auch für Menschen mit Behinderung, bereitgestellt. 

Wohngeld

Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten für Bürgerinnen und Bürger mit geringen Einkommen. 

Auf unseren Service-Seiten rund um das Thema Wohngeld finden Sie hilfreiche Informationen, wer unter welchen Voraussetzungen Wohngeld erhalten kann sowie die jeweiligen Formulare für die Antragstelltung.

Sozialberatung ausgesetzt

Die direkte Beratung in stationären und mobilen Beratungsstellen des sozialen Bereiches ist bis auf weiteres ausgesetzt. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Pflegestützpunkte
  • allgemeine Sozialberatung
  • Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung
  • Migrationsberatung
  • Beratung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt

Die Betreuung durch die Fachkräfte kann telefonisch, schriftlich oder über elektronischen Weg erfolgen.

Ausgenommen sind beispielsweise Schwangerschaftskonfliktberatung oder Beratung bei häuslicher Gewalt.

zu den Informationen und Erlassen der Landesregierung MV

Sozialfons MV zur Sicherung sozialer Angebote

Die Landesregierung MV stellt 20 Millionen Euro zur Sicherung sozialer Angebote über den Sozialfonds MV zur Verfügung. Mit den Landeshilfen sollen Vereine, gemeinnützige Organisationen und soziale Einrichtungen unterstützt werden, deren Bestand durch die Auswirkungen der Corona-Krise gefährdet ist:

  • Säule 1: Frauenschutzhäuser und Beratungseinrichtungen
  • Säule 2: Bildungseinrichtungen für Jugend und Familie
  • Säule 3: Freizeiteinrichtungen für Familien
  • Säule 4: Sportvereine und Sportverbände
  • Säule 5: Ehrenamt und gemeinnützige Strukturen
  • Säule 6: Soziale Handlungsreserve

Informationen zu Ansprechpartnern und Antragstellung