Meldung vom 21.10.2015

"Wege zur Integration - Chancen nutzen!" - Integrationsgipfel in Stralsund mit ersten Ergebnissen

Das alles dominierende Thema in wohl fast allen Städten und Gemeinden Deutschlands ist zurzeit das Thema Asyl.

Insbesondere Probleme bei Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen nimmt einen großen Raum ein. Aber: Im Bleiben von jungen Menschen und Familien in unserer Region liegen auch Chancen.  Jahrzehntelanger Abwanderung, einer Alterspyramide, die auf dem Kopf steht, und einem schon heute mancher Orts spürbaren Arbeitskräftemangel gilt es entgegenzuwirken. Wir brauchen junge Familien in Deutschland und erst recht in Vorpommern-Rügen.

Auf gemeinsame Einladung von Landrat Ralf Drescher und Stralsunds Oberbürgermeister Dr.-Ing. Alexander Badrow trafen sich Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, aus Kindereinrichtungen, Schule und Berufsschule sowie Vereine und Verbände, die übertragen oder im Ehrenamt mit dem Thema Integration befasst sind, am 20. Oktober im Stralsunder Landratsamt zu einem Integrationsgipfel.
"Um möglichst effektiv zu sein, wollen wir mit allen Aktivisten und Institutionen, die vor Ort die Integrationsleistungen erbringen, beraten und abstimmen, was für eine durchgreifende und konzertierte Integration nötig und sinnvoll ist. Und: Wir wollen umfassend im gesamten Landkreis informieren, denn niemand soll aus dem Thema Asyl versuchen, politisches Kapital zu schlagen" betont der Landrat. "Nur durch gute Integration können wir verhindern, dass anerkannte Flüchtlinge dauerhaft auf Sozialleistungen angewiesen sind. Das A und O sind Wohnung, Sprache, Bildung und Arbeit." hebt der Stralsunder Oberbürgermeister hervor.

Es wurden fünf Arbeitsgruppen zu den Themen

  • gesellschaftliche Integration,
  • Unterbringung und Betreuung,
  • Deutsche Sprache/Bildung,
  • Berufsausbildung/Anerkennung,
  • Arbeitsmarkt/Beschäftigung

gebildet, um gezielte und fachspezifische Lösungs- und Handlungsvorschläge für die Integration von Flüchtlingen im Landkreis Vorpommern-Rügen zu erarbeiten. Diese sollen umgehend umgesetzt werden.

Für den Januar 2016 ist eine nächste Zusammenkunft geplant. Dort sollen erste Erfahrungen und Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit ausgewertet werden.