Meldung vom 07.12.2017

Stralsunder Schätze in Florenz

Textile Kostbarkeiten

Im italienischen Florenz ist in dieser Woche die Ausstellung „Textil und Reichtum in Florenz – Stoffe und Malerei im 14. Jahrhundert“ am 5. Dezember eröffnet worden. Hier, wo der David von Michelangelo jährlich über eine Million Besucher anzieht, werden mittelalterliche textile Kostbarkeiten aus dem europäischen Raum vereint mit Malerei präsentiert und das Großartige ist - das STRALSUND MUSEUM ist dabei. Das STRALSUND MUSEUM glänzt also nicht nur mit dem Wikingergold über Ländergrenzen hinweg.
Bereits im Frühjahr gab es ein Leihersuchen aus Italien. Die Galleria dell‘ Accademia Firenze (Florenz) hatte darum gebeten, zwei Gewänder aus der musealen Paramentensammlung für ein internationales Ausstellungsprojekt als Leihgabe zu erhalten.
Nach einem restauratorischen Zwischenstopp in Brandenburg konnten die kostbaren Gewänder entsprechend aufbereitet auf die Reise gehen und sind nun bis März 2018 neben weiteren Schätzen des 14. Jahrhunderts in Florenz zu sehen.

Info Paramente
Paramente sind im Kirchenraum und in der Liturgie verwendeten Textilien, die oftmals künstlerisch aufwendig gestaltet sind.
Das STRALSUND MUSEUM birgt einen kostbaren Bestand, der in Norddeutschland seinesgleichen sucht. Über viele Jahrhunderte hinweg haben sich in Stralsund etwa vierzig mittelalterliche Paramente erhalten. Dabei handelt es sich vor allem um Prachtgewänder, Kaseln (liturgisches Gewand, welches den ganzen Körper umhüllte) und Dalmatiken (Amtsgewand eines Diakons), welche die Priester in der Messe getragen haben, aber auch um Decken und Vorhänge für die Altäre.
Die vierzehn Priesterkleider in Stralsund stammen zumeist aus dem 15. Jahrhundert. Sie sind aus verschiedenen reichgemusterten Seidenstoffen gefertigt worden, die außerordentlich teuer waren und über weite Strecken hinweg gehandelt wurden. Die Farben, vor allem aber die Muster der Stoffe, verweisen auf die Herkunft aus den großen italienischen Seidenzentren Lucca und Venedig. (siehe auch: http://bit.ly/2eZxgoZ)

Ein Rundgang durch die Ausstellung in Florenz

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