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Museumshaus


Seit dem 15. Dezember des Jahres 1999 gibt es für die Sundstädter ein architektonisches Kleinod mehr, das nicht nur einen Blick auf die äußere Fassade zulässt, sondern auch seine Geheimnisse im Inneren preisgibt.

Das Haus Mönchstrasse 38, in dem bereits zwei hübsch eingerichtete Lädchen Quartier bezogen, heißt nun auch Besucher bis unter den Dachfirst willkommen, denn die museale Nutzung des aus dem 14. Jahrhundert stammenden Krämerhauses war schon vor Beginn seiner aufwändigen Restaurierung beschlossene Sache. So konnte das Stralsunder Kulturhistorische Museum seine immerhin dritte Außenstelle eröffnen. Hier erhalten Hobbyhistoriker, aber auch interessierte Laien beim Rundgang durch das von unterschiedlichsten Stilarten und Epochen geprägte Haus auf spannende Weise eine lebendige Geschichtsstunde vermittelt. Dabei kann man sowohl allein auf Entdeckung gehen, sich aber auch einer Führung durch die Museumsmitarbeiter anvertrauen.

Vordergründig steht in der hier installierten ständigen Ausstellung allerdings immer wieder das mittelalterliche Bauwerk selbst im Blickpunkt. Möbel, Gerätschaften, ... sind bewusst sparsam eingesetzt, sollen die hier dokumentierten Lebensspuren so vieler Generationen ja eigentlich nur illustrieren. Vielmehr wird man von den Entdeckungen der Bauforscher und Restauratoren selbst in Bann gezogen. So finden sich gleich in der Diele des ehemaligen Kaufmannshauses Spuren gotischer Malerei an der noch gut erhaltenen Holzbalkendecke, und im Gegensatz dazu ebenso Reste eines barocken Kamins. Ein Blick in die Hübsche Stube im ersten Stock verrät, dass sie diesen Namen zurecht trägt. Immerhin zeugt noch heute eine einst schmucke Holzverkleidung an den Wänden, in der sich sogar ein abklappbarer Schreibtisch befindet, vom guten Geschmack einstiger Bewohner. Die größte Überraschung erwartet einen, wenn man sich bis auf den letzten von vier Speicherböden begibt - über Jahrhunderte hat hier das mittelalterliche Lastenaufzugsrad überdauert, scheinbar nur darauf wartend, von rühriger Hand wieder in Betrieb genommen zu werden.




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